Mit einer Photovoltaikanlage produzieren Sie eigenen Ökostrom und unterstützt die Energiewende. Zudem ist der eigene Solarstrom vergleichsweise günstig. So lassen sich langfristig die eigenen Energiekosten spürbar senken.
Im Gegensatz zu Steckersolargeräten unterliegt eine Photovoltaikanlage kaum technischen Beschränkungen. Sie liefert genug Leistung um auch große Verbraucher, wie z.B. E-Autos und Wärmepumpen, mit Strom zu versorgen.
Welche Vorteile hat eine Photovoltaikanlage?
- Unbegrenzte Modul- und Einspeiseleistung (bis 30 kW).
- Oft können 70-90% des Jahresstrombedarfs durch die PV-Analge erzeugt werden. Auch mit E-Auto und Wärmepumpe sind es durchschnittlich 50-70% des Jahresbedarfs.
- Durch die hohe Autarkie (s.o.) und geringe Reststrommengen, die zugekauft werden müssen, bleibt das finanzielle Risiko für zukünftige Preisschwankungen am Energiemarkt gering.
- Zusätzlicher mechanischer Schutz des Daches.
Welche Nachteile hat eine Photovoltaikanlage?
- Anschaffungskosten: Eine PV-Anlage ist vergleichsweise teuer, zumeist zwischen 1500€ und 2500€ pro installiertem kWp Leistung. Bei einem klassischen Einfamilienhaus (meist 6-10 kWp) sind es also rund 20.000€, die investiert werden müssen.
- Die Amortisationszeit liegt oftmals bei rund 15 Jahren.
- Ist das Dach schon älter, sollte man bedenken, dass eine PV-Anlage für mind. 25 Jahre auf dem Dach bleibt. Also vorher abklären, ob das Dach lange genug halten wird.
- Mit der Installation der PV-Analge muss oftmals auch der Zählerschrank erneuert werden (Anforderung durch den Netzbetreiber).
Unsere Meinung
Eine Photovoltaikanlage ist deutlich teurer in der Anschaffung als ein Steckersolargerät. Außerdem braucht es länger, bis sie amortisiert ist. Trotzdem gibt es gute Gründe für eine PV-Anlage: Wer viel Strom verbraucht, kommt mit einer PV-Anlage deutlich weiter als mit einem Steckersolargerät und erzielt höhere jährliche Einsparungen. Wer also ein E-Auto und/oder eine Wärmepumpe hat oder die Anschaffung plant, sollte genau rechnen und nicht nur die reinen Investitionskosten sehen.
Wo gibt es Hilfe bei der Entscheidung?
Das Solarkataster NRW und der Solarrechner der HTW Berlin sind ein guter Einstieg in die eigene Planung. Dennoch werden Fragen übrig bleiben:
- Ist mein Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet und wie groß sollte diese sein?
- Sollte ich eine Photovoltaikanlage oder besser ein Balkonkraftwerk anschaffen?
- Wie viel Strom kann ich selbst verbrauchen und welche Vergütung bekomme ich?
- Was kostet eine Photovoltaikanlage und worauf muss ich beim Kauf achten?
- Wie viel Strom kann ich für ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe selbst nutzen?
1) Beratung durch die BürgerSolarBerater
Die BürgerSolarBerater sind eine Gruppe ehrenamtlicher Beraterinnen und Berater, die eine professionelle Schulung durchlaufen haben. Sie beraten Interessenten kostenlos, unabhängig und ohne eigene finanzielle Interessen.
2) Beratung durch den Bürgerverein
Die vielfältigen Erfahrungen im Ort – vom Gartenhaus über Kleinanlagen auf Garagendächern bis hin zu Dachanlagen auf Privathäusern und der Mühlenbachhalle – machen wir über den Bürgerverein für Sie zugänglich. Auch unsere Beratung ist kostenlos und ohne marktwirtschaftliche Interessen.