Erste Berührungspunkte mit der Energiewende haben Kinder zumeist in der Schule. Dabei lässt sich das Thema gerade mit Kleinkindern spielerisch und ungezwungen erschließen. Kitas sind hierfür wichtige Multiplikatoren. Sie prägen durch pädagogische Bildungsarbeit die frühkindliche Entwicklung und haben gleichzeitig eine enge Bindung zu den Eltern.

Wir haben zwei Vilich-Müldorfer Kitas mit kleinen Photovoltaikanlagen, sogenannten Stecker-Solargeräten, ausgestattet: Die städtische Kita Haus der Kleinen Entdecker sowie die katholische Kita St. Maria Königin. Die hier installierten Stecker-Solargeräte bestehen aus zwei Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter, der über einen Stecker mit dem Stromnetz verbunden ist. Die Montage und den elektrischen Anschluss hat der Bürgerverein übernommen, diese Arbeiten können aber auch von Laien ausgeführt werden.
Um die Kinder in das Projekt zu integrieren, haben wir die Montage der Stecker-Solargeräte gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern begleitet. Kasper und Seppel hatten die Aufgabe, die Kinder mit der neuen Technik vertraut zu machen. Ganz nebenbei mussten sie das neue Stecker-Solargerät gegen zwei Räuber verteidigen, die es auf die Anlage abgesehen hatten.

Anschließend hatten die Kinder Gelegenheit, auf Tuchfühlung mit der Technik zu gehen und diese zu erkunden. Die Glasflächen der Solarmodule wurden geputzt, die Schrauben überprüft und die Kabel miteinander verbunden. Energiewende zum anfassen und selbst die ganz Kleinen waren eifrig dabei. Bei der anschließenden Montage konnten die Kinder vom Garten aus zusehen.


Außerdem haben die Kinder kleine Sonnen aus Holz bemalt, die dann rund um das Solarkraftwerk am Zaun der Kita befestigt wurden. Den Abschluss bildet eine Forscherwoche, in der die Kinder kleine Experimente zum Thema Sonne und Sonnenenergie durchführen.





Was braucht es für so ein Projekt?
Um die wohl wichtigste Frage nach den Kosten zu beantworten: Ein komplettes Stecker-Solargerät kostet zwischen 300€ und 800€. Die Stadt Bonn fördert über das Programm Solares Bonn sogar 30% der Kosten. Andere Städte haben mitunter ähnliche Förderprogramme.


Das Kasperle-Stück auf Youtube: QR-Code scannen oder hier entlang.
