Die Folgen des Klimawandels sind zunehmen spürbar. Hitze und Dürre, Starkregen oder Unwetterereignisse nehmen zu. Unsere Städte und deren Infrastruktur sind nur unzureichend auf den Klimawandel vorbereitet. Insbesondere dem Thema Wasser kommt eine besondere Bedeutung zu, denn zu viel Wasser (Starkregen) ist genauso problematisch wie zu wenig Wasser (Dürre).
Die Folgen von Starkregen können gravierend sein, was spätestens das Jahrhunderthochwasser an der Ahr im Juli 2021 gezeigt hat. Die Kanalisation ist auf derartige Ereignisse nicht ausgelegt und wird in Zukunft regelmäßig an ihre Grenzen kommen. Und hier kommt die Schwammstadt ins Spiel: Kontrollierte Wasserspeicherung und Wasserabgabe anstatt Ableitung in die Kanalisation.

Vilich-Müldorf hat als erster Bonner Stadtteil bereits 2024 ein eigenes Schwammstadt Konzept. Derzeit arbeiten wir, gemeinsam mit der Stadt Bonn, an dessen Umsetzung.

In einem 30-minütigen YouTube Podcast stellt Rüdiger Heidebrecht die potenziellen Maßnahmen für Vilich-Müldorf vor.
Eine interaktive Google Maps Karte zeigt die potenziellen Maßnahmen in Vilich-Müldorf und gibt mit interaktiven Fotos und kurzen Texten Einblicke in die möglichen Veränderungen.

Umsetzung
Derzeit befinden sich mehrere Maßnahmen des Konzeptes in der Umsetzung. Im Herbst 2026 werden Pflanzungen von Büschen und Blühsträuchern in den Aktionsfeldern B0 (Wiese am Mühlenbach), B1 (Grünstreifen zwischen MBH und Kita), B2 (Zaun entlang des Mikado Spielplatzes) und B3 (Grünstreifen entlang der Linie 66) durchgeführt werden. Die Zusage der Stadt Bonn liegt inzwischen vor.





Außerdem treiben wir den gewünschten Umbau des Dorfplatzes (Aktionsfeld P6) an der ehemaligen Sparkasse voran. Ein Konzept, das unter intensiver Bürgerbeteiligung aus dem Dorf entstanden ist, liegt zur Verabschiedung bei der Bezirksvertretung Beuel. Die Fachämter der Stadt Bonn haben das Konzept bereits positiv beurteilt und zur Umsetzung empfohlen. Mit verfügbaren Haushaltsmitteln ist allerdings frühestens 2029/2030 zu rechnen.
