Balkonkraftwerke ermöglichen einen niedrigschwelligen Einstieg in die Nutzung erneuerbarer Energien und sind oftmals der Einstieg in die private Energiewende. In Bonn gibt es mit den Balkonscouts ein ehrenamtlich getragenes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Anlage anschaffen wollen. Nun werden Personen gesucht, die als Balkonscouts im Rhein-Sieg-Kreis und in Köln tätig werden wollen.

Ein Balkonscout ist eine fachkundige Person, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Anschaffung eines Balkonkraftwerks berät. In Bonn sind mittlerweile über 30 Balkonscouts aktiv und leisten herstellerunabhängige, nicht-kommerzielle Beratung. Das vom Bürgerverein Vilich-Müldorf e.V. gegründete Netzwerk möchte nun den Aufbau eines Balkonscout-Netzwerks im Rhein-Sieg-Kreis und im Raum Köln initiieren. Für dieses Projekt hat der Bürgerverein eine finanzielle Förderung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erhalten.

Gesucht werden Menschen, die in den entsprechenden Gebieten wohnen und Interesse haben, tiefer in das Thema Balkonkraftwerke einzusteigen und als ehrenamtliche Balkonscouts tätig zu werden. Eine zweitägige Schulung, die seitens der Bonner Balkonscouts organisiert wird, vermittelt zuvor die erforderlichen Kenntnisse. Eigene Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit sind unter www.bv-vilich-mueldorf.de/balkonscout-schulung zu finden.

Das Interesse an Balkonkraftwerken ist hoch und die Nachfrage steigt jährlich, insbesondere seit dem Preisverfall bei Solarmodulen und Speichertechnik. „Dennoch sind viele Menschen mit der Auswahl des passenden Balkonkraftwerks und dessen sicherer Montage überfordert, denn ein Beratungsangebot durch Fachbetriebe gibt es so gut wie nicht. Informationen müssen vorwiegend über das Internet beschafft werden“, sagt Thomas Becker, Koordinator des Balkonscout Netzwerks. Das deutschlandweit einzigartige Netzwerk der Balkonscouts schließt diese Beratungslücke.

Die BImA verwaltet rund 38.400 Wohnungen und ist damit selbst eines der größten Immobilienunternehmen in Deutschland. Der Vorstand der BImA hatte sich Anfang des Jahres dazu entschieden, gesellschaftlich relevante und zu den Zielvorgaben der BImA passende Projekte finanziell zu fördern. Dazu können Beschäftigte der BImA Projekte vorschlagen. „Die Förderung dieses Projektes passte einfach perfekt zu den Vorgaben der BImA. Ich freue mich daher sehr, dass mein Vorschlag nun auch die erste Förderung erhalten hat.“ freut sich Josefine Sönnichsen, Beschäftigte bei der BImA und ehrenamtliche Balkonscoutin in Bonn. „Mit dieser Förderung hat sich die BImA für Balkonkraftwerke ausgesprochen und ich hoffe, dass wir demnächst viele Mietende der BImA zu Balkonkraftwerken beraten werden“, ergänzt Thomas Becker.