Balkone mit Geländern sind zumeist sehr gut für die Montage von Solarmodulen geeignet. Wichtig ist, dass das Geländer nicht nur im Boden verankert ist, sondern auch in der Wand. Nur so ist eine ausreichende Stabilität gegen Windlasten gewährleistet.
Angewinkelte Montage
Das Montagesystem KSENG universal passt an die meisten Geländer. Es misst zwischen den oberen Haken und dem unteren Ende der Streben weniger als 90cm. Daher passt es zumeist auch dort, wo unter dem Geländers Balkonböden hervorstehen oder Regenrinnen angebracht sind. Das Solarmodul selbst ist angewinkelt (55° bis 70° einstellbar) und ragt weiter nach unten. Es passen gängige Standard Solarmodule mit 30mm Rahmenstärke.
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Senkrechte Montage
Die Firma Venturama bietet spezielle Montageschienen mit Befestigungen für runde und eckige Geländer an. Die Besonderheit des Systems besteht darin, dass das Modul um unteren Ende der Schiene nur eingehängt wird. So kann man das Montagegestell entspannt montieren und erst danach das Modul einsetzen. Außerdem ist es mit diesem System möglich, das Solarmodul stufenlos höher oder tiefer zu hängen. Es passen gängige Standard Solarmodule mit 30mm Rahmenstärke.
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Kompakte und leichte Module
Eine Besonderheit stellt das System der Firma Sunshare dar. Es werden spezielle Module verwendet, die kleiner und deutlich leichter (10 Kg inkl. Halterung) sind als Standard Module. Hierdurch ist die Montage auch problemlos alleine möglich. Die Module haben eine Leistung von 200 Wp pro Stück. Bis zu sechs dieser Module können, je nach vorhandenem Platz, miteinander verbunden werden. So lässt sich ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 1.200 Wp aufbauen, bei dem die Module auch in unterschiedliche Richtungen (z.B. über die kurze Balkonseite) ausgerichtet werden können. Die Anwinkelung kann von 55° bis 80° eingestellt werden.


Besondere Herausforderungen
Versetzter Handlauf oder vorstehende Pfosten: Ein nicht bündig mit dem Geländer angebrachter Handlauf oder außen vorstehende Stützpfosten lassen oftmals keine Standardlösung (einhängen des Montagegestells am Handlauf) zu. Hier müssen individuelle Lösungen ausgelotet werden.


Verblendungen: Sichtverblendungen aus Holz, Kunststoff oder Lochblech sind oftmals unproblematisch und können, je nach Stabilität, sogar für die Montage verwendet werden. Es kann erforderlich sein, kleine Löcher (ca. 15mm Durchmesser) unten in die Verblendung zu bohren, um Verschraubungen zu ermöglichen. Bei Verblendungen aus Glas hingegen ist das nicht möglich. Hier muss geschaut werden, ob alternative Befestigungspunkte genutzt werden können – beispielsweise durch die Montage von zusätzlichen Querstreben außen am Balkon.


Vorstehende Böden oder Regenrinnen: Nicht selten sitzt das Balkongeländer nicht ganz außen am Balkon, sondern ist ein Stück zurück versetzt. Dann steht der Balkonboden außen über. Auch Regenrinnen oder Wasserabläufe sind Hindernisse bei der Montage von Solarmodulen. Hier ist oftmals nur eine Angewinkelte Montage möglich oder es müssen kleinere 200 Wp Module (Maße ca. 1,30m x 77cm) verwendet werden. Die kleinen Module können dann auch senkrecht montiert werden, ohne oben über den Handlauf hinauszuragen.



Flexible Solarmodule
Flexible Module aus Kunststoff sind eine leicht zu montierende Alternative zu klassischen Glasmodulen. Sie wiegen nur 4-7 Kg, sind hauchdünn und flexibel. Daher können sie einfach mit Kabelbindern befestigt werden. So gelingt der Einstieg in die eigene Solarproduktion spielend leicht.






